MAX WEILER – DER ZEICHNER

Staatliche Graphische Sammlung München in der Pinakothek der Moderne


Pressevorbesichtigung: 12.09.2012, 11.00

Eröffnung: 12.09.2012, 18.30

Ausstellungsdauer: 13.09.-18.11.2012


Max Weiler war über seinen Rang als Maler hinaus einer der bedeutendsten und produktivsten europäischen Zeichner seiner Generation. In über sieben Jahrzehnten konnte er ein Werk von großer innerer Stringenz schaffen, das sich aber immer wieder zu wandeln vermochte und in der Abfolge der Werkgruppen kaum je redundant zu werden droht. Vergeblich wird man nach tief greifenden Brüchen Ausschau halten, obgleich der Rhythmus der Zeichnungsserien durchaus von merkbaren Zäsuren gekennzeichnet ist, die das Resultat seiner intensiven Auseinandersetzung mit den zeitgleichen Diskursen abstrakter und gegenstandsloser Kunst sind. Dieser Künstler war permanent auf der Suche, über unbegangene Wege aus seinen ureigenen Mitteln zu Neuem vorzustoßen. Immer wieder vermochte er dabei das jeweils „völlig Neue“ dialogisch aus dem bereits erarbeiteten Eigenen und durchaus gewagten Experimenten zu entwickeln. „Ich glaube, dass ich in einem langen Prozess, durch stete Auslese aus dem, was ich sah, und Anpassung aller Formen, die ich sah, an meine eigenen zu dem gekommen bin, was ich jetzt mache. Dieses entspricht halbwegs meinem Traum von der Darstellung des Wirklichen“ (Max Weiler 1979).

Diese erste Retrospektive des zeichnerischen Werks Max Weilers in Deutschland wurde durch ein 6 Jahre andauerndes Forschungsprojekt möglich, über das an der Wiener Albertina die ca. 3600 Zeichnungen des Künstlers vollständig erfasst werden konnten. Ab Anfang 2013 wird die Online-Schaltung dieses Projekts erfolgen.


Die Ausstellung verfolgt Weilers Entwicklung von den frühen dreißiger Jahren bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Seine Kunst verkörpert eine spezifische Form der internationalen Moderne. Sie spricht eine eigene Sprache und reagiert dennoch sensibel auf die Veränderungen der Zeit.

Die Natur sah Weiler als Prozess permanenten Werdens und Vergehens, als eine kosmische Ordnung, der er in alternativen Bildformen, jenseits der Landschaft, Ausdruck verlieh.


Die Ausstellung wird von einem repräsentativen, im Hatje Cantz Verlag erscheinenden Katalog begleitet. Dieser enthält neben der vollständigen Ausstellungsdokumentation zahlreiche zusätzliche Werk- und Referenzabbildungen.

Texte von Gottfried Boehm, Regina Doppelbauer, Edelbert Köb und Michael Semff interpretieren Genese und Höhepunkte eines Werks im Jahrhundert der Moderne (410 Seiten, 440 farbige Abb.).



Weitere Informationen und Bildmaterial erhalten Sie unter Tel. +49 (0)89 23805-286 oder per E-Mail an presse@pinakothek.de.


Pressestelle der Pinakotheken

Tine Nehler M.A.

Leitung Presse & Kommunikation | Head of Press Department

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Hier können Sie reprofähige Abbildungen zu den aktuellen Ausstellungen von Max Weiler herunterladen. Diese Fotos dienen ausschließlich der Dokumenation der Ausstellung sowie der damit in Zusammenhang stehenden Pressearbeit und dürfen nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. Abdruck für Medien honorarfrei.

Natur

1932

Aquarell auf Papier
50,3 x 34,9 cm

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Baum im Winter

1934

Bleistift auf Papier
50,6 x 33,6 cm
Albertina, Wien

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Mond am Abend

1949

Feder und Pinsel in Tusche auf Papier
50,9 x 40,6 cm
Artothek des Bundes, Dauerleihgabe an der Albertina, Wien

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Gebirge III (Übung 13)

1950

Pinsel in Tusche auf Papier
40,6 x 50,2 cm
Albertina, Wien

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Naturformen VI

1953

Pinsel und Feder in Tusche auf Papier
49,5 x 65,5 cm
KR Dr. Hans Klocker und Dr. Wolfgang Klocker-Stiftung

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Ohne Titel

1954

Pinsel in Tusche, Bleistift auf Papier
60,2 x 87,8 cm

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Verwandlungen

1957

Pinsel in Tusche auf Papier
80 x 60 cm
Museum der Moderne Salzburg

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Innen – Außen

1961

Pinsel in Tusche auf Papier
88,2 x 62,5 cm
Albertina, Wien

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Von außen

1961

Pinsel in Tusche auf Papier
88,2 x 62,6 cm

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Gesträuch

1967

Pinsel in Tusche auf Papier
88,2 x 60 cm

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Wie eine Landschaft

1967

Pinsel in Tusche, Grafit auf Papier
60,1 x 70,1 cm

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Ohne Titel

1967

Pinsel in Tusche auf Papier
88,1 x 60,1 cm

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Strichwesen 3

1976

Pinsel in Tusche
88,2 x 60,2 cm
Albertina, Wien

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Felsspalte

1976

Pinsel in Tusche auf Papier
87,9 x 60 cm

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Ohne Titel

1976

Pinsel in Tusche auf Papier
87,9 x 60 cm

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Regenwolke

1979

Kohle auf Papier, getönt, auf Leinwand kaschiert
158 x 201 cm

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Schweres Gewitter

1980

Kohle auf Leinwand, grundiert
163 x 300 cm
Albertina, Wien – Dauerleihgabe der Max Weiler Privatstiftung

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Bewachsener Bergrücken

1981

Pinsel in Tusche auf handgeschöpftem Papier
62 x 105,5 cm

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Brocken

1981

Bleistift auf Papier
16,2 x 14 cm

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Island

1981

Pinsel in Tusche auf Japanpapier
36 x 61 cm

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Landschaft

1982

Pinsel in Tusche auf Japanpapier
39 x 61 cm

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Waldsicht

1984

Pinsel in Tusche auf handgeschöpftem Papier, grundiert
103 x 63 cm

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Ohne Titel

1998

Wachskreiden auf Papier
41,7 x 29,5 cm

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Ohne Titel

2000

Wachskreiden auf Papier
29,7 x 21 cm

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Ohne Titel

2001

Max Weilers letzte Zeichnung vom 21. Januar 2001. Er stirbt am 29. Januar 2001.
Wachskreiden auf Papier
21 x 59,2 cm

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