Max Weiler am Gerüst bei der Arbeit an den Wandmalereien im Innsbrucker Hauptbahnhof, 1954

Mit dem Auftrag für die Kassenhalle des Hauptbahnhofs in Innsbruck (1954/55) schuf Weiler wiederum ein Werk größter öffentlicher Aufmerksamkeit. Dargestellt sind, auf zwei korrespondierenden Wandfeldern, Innsbrucks Geschichte und Innsbrucks Gegenwart. Die Werke fügen charakteristische Bildzeichen aus der Vergangenheit und aus der zeitgenössischen Welt zusammen, geben dem Ankommenden oder Abreisenden gleichsam ein visuelles Resümee des Ortes. An diesen in Silikatfarben gemalten offenen Wandbildern lässt sich besonders gut Weilers dekorative Ästhetik erfassen. Sie intendiert keine direkte Konfrontation des Betrachters, sondern sie reagiert auf die halbe Aufmerksamkeit von Menschen, die in ihre Geschäfte vertieft sind, die vorbeigehen und sich in Bilder nicht versenken wollen. Es sind Werke, die mit einem ambulanten Blick rechnen.


Die Wandmalereien wurden 2001 abgenommen und wurden 2004 im neuen Innsbrucker Hauptbahnhof an prominenter Stelle wieder angebracht.

Raumansicht "Innsbrucks Geschichte, 1954" im neuen Innsbrucker Hauptbahnhof
Innsbrucks Geschichte, 1954
Silikatfarben auf Kalkputz
870 x 1240 cm
Entwurf zu "Innsbrucks Geschichte", 1954
Eitempera, Deckweiss, Bleistift auf Papier
126,5 x 142 cm
Entwurfskizze zu "Innsbrucks Geschichte", 1954
Bleistift auf Papier
61 x 86,2 cm
Raumansicht "Innsbrucks Gegenwart, 1955" im neuen Innsbrucker Hauptbahnhof
Innsbrucks Gegenwart, 1955
Silikatfarben auf Kalkputz
870 x 1240 cm
Entwurf (1:1) "Skifahrer", 1955
Eitempera auf Papier
149 x 159 cm
Entwurf (1:1) "Ballspielerin", 1955
Eitempera auf Papier
150,4 x 165,1 cm