Max Weiler in seinem Atelier in der Akademie, 1977

Ein weiteres Zeichen aus der Ferne repräsentiert die "Rose von Jericho", die Weiler 1971 im Auftrag der Pfarrkirche von Mayrhofen in Tirol gemalt hatte. Das Sujet stammt aus der Ikonographie der Rose von Jericho, einer Pflanze des Heiligen Landes, die wieder ergrünt, wenn man das Nest ihrer abgestorbenen Blätter in Wasser legt. Als natürlicher Hinweis auf die Auferstehung war dieses Naturzeichen in der Volksfrömmigkeit gebräuchlich und populär geworden. Weiler macht daraus ein monumentales Deckenbild. Aus dem Rund der Blattwerkes steigt eine rote, fast abstrakte Form auf, die an das mysteriöse Herz der Liebe erinnert, das Weilers Thema in der Theresienkirche gewesen war.

Innenansicht Pfarrkirche von Mayrhofen
Foto: Franz Hubmann
Rose von Jericho, Deckenbild in der Pfarrkirche von Mayrhofen, 1971
Eitempera auf Leinwand auf Kalkputz geklebt
650 x 650 cm
Entwurf für das Deckenbild, 1971
Buntstifte auf Papier
78,5 x 52,4 cm